Wanderwege
 
Hier präsentieren wir Ihnen einige Skizzen und Informationen zu unseren Wanderwegen.
Wenn sie auf die Skizzen klicken, sehen sie die Skizzen vergrößert.
Übersichtskarte
Wanderstrecke Nr. 1
Wanderstrecke Nr. 2
Wanderstrecke Nr. 3
Wanderstrecke Nr. 4
Wanderstrecke Nr. 5
Wanderstrecke Nr. 6
Wanderstrecke Nr. 7




Wanderstrecke Nr. 1
Wanderzeit: ca. 2 Stunden
Jahrtausendweg 2000
Marktplatz -->Eduardsturm --> Adolfstempel --> Hauptstraße

Vom Marktplatz aus folgen wir zunächst der Markierung durch die Hauptstraße zur Donsbacher Straße. An der Bahnunterführung finden wir mehrere Wegezeichen, darunter auch das H 1 für unsere Wanderstrecke, die uns zunächst zum Hindenburghügel an den Waldrand führt. Ehe wir in den Wald hineingehen, schauen wir noch einmal zurück. Auf der gegenüberliegenden Seite hinter Haiger erkennen wir bei guter Sicht die Ausläufer des Rothaargebirges.
Hier am Waldesrand finden wir den Fußpfad mit einem Hinweisschild, der uns weiter den Berg hinauf führt. Wir überqueren einen gut ausgebauten Waldweg bis zur Höhe des Kopfes (390 m) und stehen vor dem Eduardsturm . Haigerer Bürger bauten diesen Aussichtsturm zur Erinnerung an den Tuchkaufmann Eduard Schumachers aus Viersen (1832 - 1880). Schumachers weilte oft in Haiger wegen des guten Klimas, das er wohltuend für seine Gesundheit empfand. Mit einem beachtlichen Geldbetrag legte er den Grundstein zu diesem Turm an der Stelle, deren Aussicht er oft genoß.
Nun folgen wir unserem Zeichen zuerst in südlicher Richtung, um dann auf einem Holzabfuhrweg zum Adolfstempel zu gelangen. Dieser präsentiert sich heute als kleines vieleckiges Holzhäuschen, in dem sich, vor Verwitterung geschützt, das zierliche gußeiserne Tempelchen befindet. Der SGV (Sauerländische Gebirgsverein Haiger; Vorgänger des Westerwaldvereins) baute dieses Kleinod 1902 zur Erinnerung an den Herzog Adolf von Nassau. 1980 hat der Westerwaldverein Haiger


nach der Restaurierung die heutige Form gestaltet und sorgt seitdem für seine Erhaltung.
50 m weiter westlich von hier haben wir wieder einen schönen Ausblick auf die Stadt, in nördlicher Richtung zur Kalteiche und in den Hickengrund. Nun geht es auf einem Zickzackpfad hinab zum Schillerstein, einem 4000 kg schweren Block aus Langenaubacher Marmor. Dieser wurde am 9. Mai 1905 dem 100. Todestag von Friedrich von Schiller, zum Gedenken an den großen Volksdichter aufgestellt. Er trägt ein bronzenes Medaillon-Reliefbild Schillers. Bänke laden zum Verweilen ein. Der Rückweg zur Stadt führt uns am Wasserhochbehälter Schillerstein vorbei. Oberhalb des Friedhofs erreichen wir wieder das Stadtgebiet und an der Johann-Textor-Schule vorbei gelangen wir dann in die Innenstadt zu unserem Ausgangspunkt, dem Marktplatz, zurück.






Wanderstrecke Nr. 2
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Marktplatz --> Blockhütte --> Aubachtal --> Haiger

Wir beginnen unsere Rundwanderung wie bei der ersten Wanderung wieder vom Marktplatz aus und folgen dem Wegezeichen 8 (das ist das Wegezeichen für den Hauptwanderweg Haiger - Breitscheid - Driedorf - Beilstein - Weilburg) bis zum Hindenburghügel. Auf einem festen Weg geht es dann im Walde weiter bergauf, an einem zur Zeit ungenutzten Schiefersteinbruch vorbei bis zur Weggablung.
Wir folgen links abbiegend dem betonierten Weg bis zu einer weiteren Abzweigung, bei der wir einen Wegweiser zur Blockhütte vorfinden. Rechts haltend folgen wir weiter unserem Wegezeichen, bis wir zur Lichtung auf der Bergkuppe kommen, wo wir gegenüber am Waldrand die Blockhütte sehen, die zu einer Rast einlädt.
1935 errichteten die Mitglieder des Westerwaldvereins Haiger diese Blockhütte, die damals allerdings noch viel kleiner war, als sie sich heute darstellt. Zweimal wurde sie inzwischen umgebaut und vergrößert, bis sie die heutige Form und Größe erreicht hatte. Stolz nannten sie ihre Erbauer einstmals Die süße Rast, und wer einmal nach einer ausgedehnten Wanderung seine müden Füße dort unter den Tisch stellen konnte, wird feststellen, wie zutreffend dieser Name auch heute noch ist.
Die Stelle, auf der diese Blockhütte steht, nennt man im Volksmund das Dreiländer-Eck, weil sich hier die Gemarkungen Langenaubach - Haiger - Donsbach treffen.
Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen haben und wieder zu frischen frischen Kräften gekommen sind, folgen wir nun unserem Wegezeichen (H 2) auf einem Fußweg der ca. 15 m links der Blockhütte beginnt und nach ca. 60 Meter auf einen Holzabfuhrweg mündet. Wir kommen auf diesem Weg, rechts abbiegend, talwärts nach ca. 1.100 m zu einer Weggablung. Hier wandern wir im spitzen Winkel nach rechts in östlicher Richtung weiter abwärts, bis wir ein schmales Wiesental (das Lehmbachtal) erreicht haben.
Wir können dann im spitzen Winkel nach links über einen festen Waldweg ins Aubachtal absteigen.
2. Möglichkeit: Wir überqueren das Tal bis zum gegenüberliegenden Waldrand und biegen links auf den Holzabfuhrweg, gehen weiter bergab und kommen dabei an der stillgelegten Erzgrube Alte Hoffnung vorbei.

Dieses Bergwerk, in dem einst unter anderem Kupfer- und Silbererze abgebaut wurden, dient mit seinen tiefen Schächten und Stollen heute der Stadt Haiger als Wasserreservoir.
Wir befinden uns nun am nördlichen Rand des Stadtteils Langenaubach. Vor uns liegt das Aubachtal mit dem munter fließenden Aubach, der nördlich der Fuchskaute, der höchsten Erhebung des Westerwaldes (656m) entspringt und in Haiger in die Dill mündet. Die Landschaft um das Aubachtal, besonders links die aufsteigende Bergseite, ist geprägt von verschiedenen Gesteinsvorkommen: Schiefer, Grünstein, Basalt, Kalk, Grauwacke und andere. Hier wurde einst in der Hause Mühle lange Zeit Rotschiefer gemahlen.
Nun kommen wir auf einen Geh- und Radweg, der uns entlang dem Aubach nach Haiger bringt. Wer sich über diesen ebenen, gradlinigen Weg wundert, der sollte wissen, dass er sich auf der Trasse einer früheren Grubenbahnstrecke befindet. Mit dieser Bahn wurde das in der Langenaubacher Eisenerzgrube "Constanze" geförderte Erzgestein zur weiteren Verladung nach Haiger gebracht.
Am Ende dieses schönen Weges, auf dem wir uns vom Bergauf- und Bergabsteigen wieder so richtig entspannen können sehen wir links den Stadtteil Flammersbach liegen und ein Stück weiter zur Stadt hin die Siedlung Im Fahler.
Wir treffen dann auf eine Gasreglerstation und kommen in die Straße Am Vogelsgesang, der wir bis zum Friedhofsweg folgen. Dieser bringt uns dann wieder in die Innenstadt zum Marktplatz.





Wanderstrecke Nr. 3
Wanderzeit: ca. 3 ½ Stunden
Haiger --> Blockhütte --> Breitscheider Berg --> Wildweiberhäuschen --> Langenaubach --> Haiger

Wir beginnen unsere Wanderung wie bei den Wanderstrecken H 1 und H 2 am Marktplatz und folgen der Wanderstrecke 2 und der Hauptwanderstrecke 8 bis zur Blockhütte (ca. 45 Minuten) des Westerwaldvereins Haiger. Es bietet sich an, diese Wanderung in drei Abschnitte einzuteilen und hier zunächst erst einmal zu rasten.
Danach, weitergeführt von den Wegezeichen H 3 und 8 überqueren wir den Gemeindeverbindungsweg Langenaubach - Donsbach und folgen der Alten Rheinstraße bis zum Breitscheider Berg.
Die Alte Rheinstraße war im Mittelalter ein Hauptverkehrsweg für Kaufleute auf ihren Reisen von Mitteldeutschland/Thüringen zum Rhein. Zu Napoleons Zeiten war sie ein viel benutzter Truppen- und Militärtransportweg. Nach dem Bau der Eisenbahn und der großen Landstraßen verlor sie Ihre Bedeutung. Doch uns Wanderern bleibt sie ein gern begangener Weg, auf dem unsere Gedanken zuweilen auch mal in die Zeiten ihrer Blüte gehen und wir uns vorstellen, wie die voll beladenen Gespanne über die Steine holperten.
Hierbei passieren wir das Gelände der ehemaligen Eisenerzgrube Constanze, das rechts vor uns liegt. Die Grube ist seit etwa 40 Jahren stillgelegt. Sie wurde danach von der Stadt Haiger erworben und wird bis heute zur Trinkwasserversorgung genutzt.
An der Kreisstraße nach Langenaubach - Breitscheid, im südlichsten Zipfel unserer Rundwanderung, verlassen wir diesen Weg und folgen jetzt nur noch dem Wegezeichen H 3 in das Aubachtal und zum Wildweiberhäuschen.

Der große Korallenkalkfelsen und das Gelände, in dem er sich befindet, ist Naturschutzgebiet, in dem nichts entfernt oder verändert werden darf. Hier wurden viele prähistorische Funde sichergestellt, von denen einige im Haigerer Heimatmuseum bewundert werden können.
Von hier aus haben wir eine herrliche Aussicht auf Langenaubach und Umgebung. Weiter führt uns der Weg um den Lindenberg herum, hinein in den Ortsbereich Langenaubach, wobei wir ein Stückchen dem Bahndamm entlang gehen. In der Ortsmitte sollten wir in jedem Falle der alten Kapelle Beachtung schenken.





Wanderstrecke Nr. 4
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Haiger --> Frauenberg --> Kornberg --> Alte Rheinstraße --> Hachelbach --> Haiger

Der Weg führt uns vom Marktplatz gemeinsam mit den Wanderstrecken H 1 - H 3 durch die Hauptstraße und die Donsbacher Straße bis zur Bergstraße. Dort biegen wir links in die Bergstraße ein. Hier finden wir auch als Wegezeichen das weiße X 19 (Weitwanderweg des SGV von Brilon nach Dillenburg).
Bald kommen wir an den Waldrand und danach an den ersten Waldweg, der im stumpfen Winkel rechts abbiegt und allmählich ansteigt. Wir folgen unserem Wegezeichen H 4 um den Frauenberg (412 m) herum und kommen in einer Höhe von 399 m an die Kreisstraße Haiger - Donsbach.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht unser Fußweg weiter, der nach ca. 100 m in einen festen Betonweg mündet , und zu einer Wegspinne führt. Wegspinne nennt man eine Stelle, an der sich mehrere Wege wie im Zentrum eines Spinnennetzes treffen. Unser Wegzeichen läßt uns links abbiegen und führt aus dem Wald heraus. Rechts von uns liegt das Gelände, in dem früher das Erzbergwerk Stangenwaage zu finden war. In dieser Grube wurde in der Zeit von 1600 bis 1900 Kupfererz und zeitweise auch Eisenerz abgebaut.
Nach Osten blickend sehen wir die unter Naturschutz stehende Fichtenreihe auf dem Kamm des Kornberges (454 m). Hier müssen wir verweilen, um diesen markanten Land-schaftseindruck zu genießen.
Dann gehen wir unseren Weg weiter und kommen wieder auf die Kreisstraße, auf der wir etwa 500 m in Richtung Donsbach gehen.
Nun finden wir auch unseren Feldweg wieder und verlassen links, in nordöstlicher Richtung, die Kreis-straße. An einer Grillhütte vorbei,

kommen wir an den Fuß des Kornbergs. Einen Abstecher zu dessen Höhe sollte niemand versäumen, denn von hier aus haben wir einen einmalig schönen Ausblick zur Haincher Höhe, ins Hinterland, nach Dünsberg, Hohensolms, Stoppelberg bei Wetzlar sowie in das Dietzhölztal und zur Kalteiche.
Auf einem Granitblock ist eine Reihe von Ansichtszielen ausgeschildert Auf dem bisherigen Weg befanden wir uns wieder ein Stück auf der Alten Rheinstraße. (Nähere Erläuterungen hierzu - H 3). Weitergehend stoßen wir nordostwärts wieder auf die Hauptwanderstrecke X 19 des SGV, der wir jetzt nicht in Richtung Dillenburg folgen, sondern im spitzen Winkel nach links abbiegen, um in das Hachelbachtal zu kommen.
Wieder sind wir in einem Gebiet früheren Bergbaus und wir durchqueren ein Gelände, auf dem noch die Reste eines Maschinenhauses stehen. Dicht dabei eine Trafo- und Pumpstation der Wasserversorgung der Stadt Haiger. Auf einem geruhsamen Waldweg geht es nun in westlicher Richtung und wir nähern uns nun langsam wieder dem Stadtgebiet Haiger.





Wanderstrecke Nr. 5
Wanderzeit: ca. 4 ½ Stunden
Haiger --> Sportplatz --> Petersbach --> Bernbergskopf --> Hirzgabel --> Langenaubach --> Haiger

Wie üblich starten wir wieder am Marktplatz in Haiger und gehen rechts am Ärztehaus vorbei durch den Frigghof. Dieser Straßenname soll von Friedhof oder Freihof = Freistätte kommen. Doch ehe wir uns einlaufen, beachten wir hier erst noch das restaurierte Pfarrhaus, ein malerisches, sehenswertes Fachwerkhaus.
Jetzt folgen wir zunächst dem Heller-Höhenweg, der über Holzhausen ins Siegerland zum Hohenseelbachskopf führt und durch ein weißes H gekennzeichnet ist.
Nach dem wir die Westerwaldstraße (L 3044) überquert haben, halten wir uns rechts, um nach ca. 30 m links durch den Herrenweg den Hickenweg zu erreichen. Wir überqueren die Bahnstrecke Haiger - Betzdorf und biegen nach rechts in die Sportplatzstraße ein. Auf dieser Straße verlassen wir das Stadtgebiet und sind bald an der Sportanlage Haarwasen. Schon hier lohnt sich ein Blick zurück auf die Stadt, die nunmehr unter uns liegt. Vor uns haben wir die Gemarkung Petersbach, an deren Waldrand unser Weg entlang führt. Dieser Wald enthält noch die Reste eines früheren mächtigen Eichenbestandes. Leider hat er durch eintönige Fichtenkulturen jetzt viel von seiner einstigen Schönheit eingebüßt.
Wenn wir ein paar Schritte in diesen Wald hineingehen, z. B. uns auf den Trimmpfad Finnenbahn begeben, sehen wir, wie gleich dahinter das Gelände steil abfällt in ein feuchtes Gebiet, durch das der Petersbach fließt.
Doch gehen wir wieder zurück zu unserem Weg am Waldrand und lassen die Blicke schweifen, hinüber zu den Ausläufern des Rothaargebirges, den Bergen im Dietzhölztal und dem Dilltal.
Vor dem Aussiedlerhof biegen wir links ab und gelangen auf festem Weg zu den ersten Häusern von Flammersbach. Nach dem ersten Haus wenden wir uns nach rechts und gelangen über einen Grasweg auf die Gemeindeverbindung Flammersbach - Holzhausen.
Nach ca. 150 m in Richtung Holzhausen verlassen wir die Straße und biegen links ab und gelangen über einen Feldweg zum Waldrand. Hier oben wenden wir uns nach rechts, wo wir nach ca. 300 m wieder nach links abbiegen.

Leicht ansteigend bis zur nächsten Abbiegung wenden wir uns wieder nach rechts, wo wir nach ca. 150 m auf einen Holzabfuhrweg gelangen. Wir biegen wieder nach links ab und gelangen leicht ansteigend auf den Weg der von Flammersbach kommt und verlassen diesen nach 100 m wieder, um rechts abzubiegen.
Dieser Holzabfuhrweg führt in süd-westlicher Richtung bis zur Landesgrenze Hessen/Nordrhein-Westfalen; wir steigen auf diesem, später auf asphaltiertem Weg bis zum höchsten Punkt, der Hirzgabel (558 m) empor. Der Markierung folgend, biegen wir nach links ab, um nach ca. 600 m bei Punkt 553,7 nochmals links in nord-östlicher Richtung abzubiegen und verlassen auf festem Weg nach ca. 150 m den Wald.
Wir gelangen nun auf den Weg, der vom früheren Steinbruch kommt wandern auf diesem in östlicher Richtung (ca. 500 m) und gelangen zu einer Gabelung (Anfang des Betonweges). Wir gehen nach rechts auf festem, später auf asphaltiertem Weg (steil abfallend) und erreichen Langenaubach. Im Ortsmittelpunkt (alte Kapelle) stoßen wir auf die Markierung der Wanderstrecke H 3 und folgen dieser bis Haiger.





Wanderstrecke Nr. 6
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Haiger Marktplatz --> Autobahnbrücke Dilltal --> Blockhaus Struth --> Rodenbach --> Haiger

Vom Marktplatz führt die Wanderstrecke H 6 links in die obere Hauptstraße, damit wir Haiger in Richtung Norden verlassen können. So kommen wir an die Wacht, ein niedriges Gebäude mit einem Giebel im griechischen Tempelstil, in der heutigen Form um 1820 erbaut.
Dieses letzte Haus auf der rechten Seite der Hauptstraße war einstmals in die Stadtmauer eingebunden und diente später als Arrestlokal (heute befindet sich in ihm eine Trafostation). Hier biegen wir rechts ab und folgen der Rodenbacher Straße (überqueren die Bundesstraße B 277 und die Haigerbachbrücke) bis hinter die Unterführung der Bundesbahnstrecke Dillenburg - Siegen und kommen dann in die Straße Schmidthütte. Dieser Straßenname erinnert daran, dass hier einstmals Hochöfen standen und Eisenerz verhüttet wurde. Dort kommen wir, an einer Reithalle vorbei, zur Dill.
Vor uns sehen wir nun die mächtigen Pfeiler der Autobahnbrücke (A 45 - Sauerlandlinie), die hoch über uns das Dilltal überspannt. Unter der Autobahnbrücke geht unser Weg leicht ansteigend hindurch, biegt nach rechts ab und bleibt etwa 150 m parallel zu ihr. Jetzt sind wir schon im Staatsforst Haiger, in der Gemarkung Die Struth.
Der ansteigende Weg bringt uns zu einer Wegespinne, dem Sauplatz, der wohl seinen Namen nach dem Standplatz des früheren Haigerer Schweinehirten hat. Hier an diesem Platz, auf dem eine Kastanie steht, haben wir den höchsten Punkt dieses Aufstieges erreicht.
Der Weg, dem wir nun folgen müssen, es ist der zweite links, führt uns in nordöstlicher Richtung, wieder abfallend, weiter durch den Wald, bis wir nach einem guten Stück auf einen asphaltierten Weg treffen, der rechts vom Forsthaus Struth her kommt, das etwa 200 m von hier steht. Auf diesem schönen Weg wandern wir weiter, bis wir zum Blockhaus Struth kommen.
Dieses etwa 70 Jahre alte Blockhaus kann von der Forstverwaltung für gesellige Anlässe gemietet werden. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel insbesondere für Sechsheldener und Manderbacher Bürger. Bänke und Tische bilden einen idealen Ort zum Verweilen.

Nach unserer Rast gehen wir noch ein Stück weiter auf dem Weg, den wir gekommen sind, nach Norden durch das Tal des Hengstbaches, dicht am Bachlauf entlang, bis unser Weg scharf nach rechts abbiegt und den Hengstbach überquert.
Hier biegen wir nach links ab und wandern jetzt in einem großen Bogen um den Himberg (468 m) herum nach Westen auf Rodenbach zu.
Nach stetigem Anstieg verlassen wir den Wald und durch Wiesen und Felder kommen wir zur Rodenbacher Grillhütte. Hier bietet sich uns eine schöne Aussicht ins Dilltal und zur Kalteiche.
Ehe wir weiter wandern, sollten wir unsere Schuhe noch einmal fest schnüren, denn nun geht es auf einem der wenigen steilen Wege hier im Norden der Gemeinde Haiger bergab. Aus dem Wald tretend, biegen wir links ab. Später geht es dann rechts hangabwärts auf den Dillhöhenweg, der uns wieder zur Autobahnbrücke führt. Etwas später zweigen wir rechts ab, wieder zur Schmidthütte und zurück nach Haiger.





Wanderstrecke Nr. 7
Wanderzeit: ca. 3 ½ Stunden
Haiger --> Kratzeberg --> Scheidskopf --> Kalteiche --> Allendorf --> Haiger

Vom Marktplatz bis zur Haigerbach-brücke verläuft die Wanderstrecke H 7 gemeinsam mit der Wanderstrecke H 6.
Hinter der Haigerbachbrücke biegen wir nach links ab, kommen durch einen Hohlweg und ersteigen in nördlicher Richtung den Kratzenberg (355 m). Auf diesem steht ein Fernmeldemast, der uns schon von weitem den richtigen Weg zeigt. Hier oben biegen wir nach links ab, um vom höchsten Punkt aus die schöne Umgebung anzusehen.
Danach überqueren wir auf einer Brücke die Autobahn A 45 (Sauerlandlinie). Halblinks haltend geht es dann stetig ansteigend zum Scheidskopf (432 m) hinauf. Rechts von unserem Weg liegt das Seelbachtal, das anfangs noch vom Wald verdeckt ist, so dass wir erst später hinein schauen können. Dann sehen wir dort auch den Stadtteil Haigerseelbach. Dem Weg in westlicher Richtung folgend, gelangen wir auf die Kreisstraße Haigerseelbach - Kalteiche und weiter zur Kalteiche. Diese kleine Häusergruppe mit dem Gasthof Wagner war früher die Zollstation des Großherzogtums Nassau, die am Handelsweg ins Siegerland die durchziehenden Kaufleute zur Kasse bat.

Nach einer Rast treten wir den Heimweg an, der uns unter der Autobahn hindurchführt. Hier stehen wir vor der Entscheidung, von zwei möglichen Wegen einen auszuwählen. Beide führen uns hinab zum Haigerer Stadtteil Allendorf. Der erste folgt der alten B-277-Trasse in südöstlicher Richtung und ist etwas kürzer als der zweite, der in südlicher Richtung einen größeren Bogen beschreibt. Letzterer führt aber durch einen herrlichen Wald und ist deshalb besonders in der warmen Jahreszeit zu empfehlen.
In Allendorf folgen wir der Wachenbergstraße in die Straße Am Hosrain und gelangen so in östlicher Richtung unterhalb des Kratzenberges wieder zur Haigerbachbrücke und weiter nach Haiger zurück.